Der Regenmacher - Praxis für Bioenergetik

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Der Regenmacher

In einem kleinen Dorf herrschte große Sorge, denn es wollte nicht regnen. Ohne Regen aber würde die Ernte nicht gelingen und das Dorf den strengen Winter nicht überstehen. Also schickte man nach Regenmachern. Es kamen diese und jene, und sie vollzogen mit großem Aufwand große Zeremonien, doch der Regen wollte nicht kommen.

Als das Dorf nicht mehr weiterwusste, erinnerte man sich an einen alten Mann, der draußen in den Bergen lebte und vielleicht Regen machen könnte. Man sandte nach ihm, und er kam. Man fragte ihn, was er denn zum Regenmachen brauche, und er bat um einen ruhigen Ort und um Nahrung und Wasser.
“Ist das alles?”, fragten die Menschen. “Ja, das ist alles!”, und so zog sich der alte Mann zurück. Es dauerte drei oder vier Tage, bis die ersten Tropfen fielen.

Als der Mann gefragt wurde, wie ihm das gelungen sei, antwortete er: “Als ich ins Dorf kam, sah ich, wie ihr untereinander und mit der Natur in Unordnung wart. Da habe ich mich gefragt, wo denn in mir etwas in Unordnung ist, setzte mich mit dieser Frage in die Stille und brachte mich in Ordnung. Durch diese meine Ordnung konnte sich die Natur an ihre eigene Ordnung erinnern, und es konnte regnen.


 
Torsten Führmann - Praxis für Bioenergetik - 02065/9 53 99 68
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